Informationen zur Kreuzkrautdiskussion im August 2009

DIE AUSGANGSLAGE LAUT VERSCHIEDENER MEDIENBERICHTE

Am 04.08.09 findet ein Mitglied des Arbeitskreises Kreuzkraut e.V. (AKKK)  in einer 125 g Schale Rucola, die er in einer Hannoveraner Tengelmann-Filiale gekauft hat, einen einzelnen, hellgrünen Stängel, der offensichtlich kein Rucola ist.

Er übergibt diese Schale der Gründerin des AKKK, Sabine Jördens. Das Ziel des AKKK ist die Bekämpfung des Jacobskreuzkrautes, das für Pferde gefährlich sein kann.

Daraufhin wird die Presse über den Fund informiert. Die erste Meldung erscheint am Donnerstag, den 06.08.09.

Anschließend erhält Dr. Wiedenfeld von der Uni Bonn die Rucola-Schale zur Analyse der Fremdpflanze.


DER WEITERE VERLAUF

Dr. Wiedenfeld identifiziert die Pflanze als das Gemeine Kreuzkraut. Eine amtliche Bestätigung erfolgt nicht.

Am  Montag, dem 10.08.09, berichten mehrere Medien  (Mannheimer Morgen, Rheinpfalz, Spiegel online, Rheinzeitung, Focus Online etc. über den Fund. Fälschlicherweise ist zu diesem Zeitpunkt noch von dem wesentlich giftigeren Jakobskreuzkraut die Rede.
 
Ab dem 12.08.09 begann der LEH mit der Auslistung seiner Rucola-Angebote. 

Gleich darauf müssen die ersten Partien aus Pfälzischen Kühlhäusern vernichtet werden. Am 15.08.09 beginnt der großflächige Umbruch der Rucola-Flächen in der Pfalz.

 Bis zum 21.08.09 beträgt der Schaden ca. 1,1 Mio. €.


KREUZKRAUT IM RUCOLA

Die Gefahr der Verunreinigung von Rucola mit dem Gemeinen Kreuzkraut ist seit Jahren bekannt und wird gezielt bekämpft. Das Problem: Pflanzenschutzmittel, die das Kreuzkraut in Rucolabeständen verhindern würden, sind in Deutschland – im Gegensatz zu andern Ländern, wie der Schweiz - verboten.

Zwischen Rucola- und Kreuzkrautblatt besteht rein optisch durchaus eine gewisse Ähnlichkeit. Von der Konsistenz sind die Blätter des Kreuzkrautes allerdings haariger und härter. Da beim Ernten allerdings die ganze Pflanze mit Stängel und Blüten abgeschnitten wird, ist das Kreuzkraut innerhalb der zarten Rucolablätter relativ leicht zu identifizieren.

WAS TUN DIE RUCOLA-ANBAUER GEGEN KREUZKRÄUTER?

1. Auswahl geeigneter Flächen.

2. Mechanische Bekämpfung vor der Aussaat.

3. Drei Wochen nach der Aussaat werden die Rucola- Bestände auf Kreuzkraut kontrolliert. In diesem Entwicklungsstadium sind die Keimlinge gut erkennbar.

4. Während der Ernte selektiert das Personal noch verbliebene Kreuzkräuter von Hand. Das Personal wird seit Jahren hinsichtlich der Identifizierung von Kreuzkrautbestandteilen geschult.

5. Es werden regelmäßig amtliche Kontrollen sowohl in den Erzeugerbetrieben als auch im Handel durchgeführt. Das Ergebnis der Maßnahmen 1 – 4 funktioniert. Lt. Aussage des Gesundheitsamtes Ludwigshafen wurde z.B. im betreffenden Kontrollbezirk noch nie eine positive Probe entdeckt. Auch aus allen anderen Bezirken in Deutschland sind keine Funde bekannt.


ÜBLICHER ABLAUF EINER AMTLICHEN KONTROLLE BEI RUCOLA


Kontroll-Proben im LEH werden in Deutschland ausschließlich von Mitarbeitern der kommunalen Lebensmittelüberwachung vorgenommen. Dabei handelt es sich um Fachleute aus den betreffenden Sparten, z.B. ausgebildete Bäckereifachleute oder Gemüsespezialisten. Bei Rucola werden immer 5 Packungen gleichzeitig beprobt. Diese werden in einem versiegelten Kunststoffsack an Ort und Stelle verplombt und ins Labor gebracht.

Wenn ein Verbraucher eine Auffälligkeit bemerken würde, müssten ebenfalls unter Aufsicht der Lebensmittelüberwachung weitere Packungen entnommen und original verpackt untersucht werden. Die Original-Verpackung ist eine Grundvoraussetzung für die amtliche Prüfung, um Manipulationen auszuschließen.


WIE GIFTIG IST KREUZKRAUT?

Das fragliche Alkaloid des Gemeinen Kreuzkrauts ist in mehr als 250 Pflanzen enthalten, z.B. in der Tabakpflanze und gilt bei dauerhaftem Verzehr als karzinogen. Über die tatsächliche Giftigkeit des Gemeinen Kreuzkrauts gibt es keine Erkenntnisse. Besser untersucht ist das als wesentlich gefährlicher  geltende Jakobskreuzkraut, das jedoch auf den intensiv bewirtschafteten Gemüseanbauflächen nicht vorkommen kann. Das Jakobskreuzkraut stellt insbesondere für Pferde eine gewisse Gefahr dar. Die tödliche Dosis für ein 350 kg schweres Pferd liegt bei etwa 2 - 7 kg.
*Quelle: http://www.giftpflanzen-fuer-pferde.de/JacobsKreuzkraut.htmhttp://www.giftpflanzen-fuer-pferde.de/JacobsKreuzkraut.htmshapeimage_2_link_0
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